SEO-Check in 15 Minuten: Checkliste Schritt für Schritt
Ein SEO-Check in 15 Minuten: Indexierung, robots.txt, Canonical, Title und Description, Sitemap, Ladezeit, strukturierte Daten und defekte Links.
SEO · Veröffentlicht: 11. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit · Ольга Мирошник
Ein vollständiges SEO-Audit dauert Tage, doch die meisten Katastrophen sind in einer Viertelstunde sichtbar. Ein von der Indexierung ausgeschlossener Bereich, ein Canonical aufs Staging, derselbe Title auf hundert Seiten, eine Sitemap voller 404 – dafür braucht es kein tiefes Fachwissen, nur jemanden, der rechtzeitig hinsieht. Hier ist ein SEO-Check im Minutentakt: Stoppuhr, Scan-Bericht, Browser und ein Terminal. Ziel ist keine perfekte Website, sondern eine kurze Liste dessen, was zuerst behoben werden muss.
Minute 0–2: Scan starten
Lassen Sie die Maschine arbeiten, während Sie weiterlesen. Geben Sie die Domain in das Formular für den kostenlosen Scan auf der Startseite ein: Der Crawler geht die Seiten durch, prüft die Konventionsdateien und holt bei Google PageSpeed die Ladezeitdaten der Startseite. Öffnen Sie die Website parallel in einem privaten Fenster – was Sie mit eigenen Augen prüfen, sollte dem entsprechen, was der Crawler sieht.
Minute 2–4: Ist die Indexierung offen?
Der teuerste Fehler ist eine Website, die Suchmaschinen selbst wegschickt.
- Öffnen Sie
/robots.txt. Steht dortDisallow: /fürUser-agent: *oder speziell für Googlebot? Ist die Sitemap angegeben? Was sonst zu prüfen ist, steht auf der Hilfeseite zur robots.txt. - Sehen Sie sich im Bericht den Block „SEO-Diagnose“ an. Er trennt beabsichtigtes noindex (Warenkorb, Kundenkonto, Suche – in Ordnung) von versehentlichem: einem Produkt, einer Kategorie oder einem Artikel, der vor der Suche versteckt ist. Letzteres ist Ticket Nummer eins.
- Suchen Sie nach
site:example.com. Die Zahl ist grob, aber wenn statt tausend Seiten zwölf erscheinen, liegt das Problem nicht am Inhalt.
Minute 4–6: Eine Adresse pro Seite
Öffnen Sie den Quelltext einiger wichtiger Seiten (Strg+U) und suchen Sie rel="canonical". Typische Fehler: Verweis auf die http-Version, einen anderen Host, eine Weiterleitung oder eine andere Sprachversion. Der Bericht fasst solche Fälle unter „Kein Canonical“ und „Falsches Canonical“ zusammen; warum das zählt, erklärt unser Beitrag zu kanonischen URLs. Prüfen Sie dabei, dass http:// und www mit einer einzigen 301 zur Hauptadresse führen.
Minute 6–8: Title, Description, H1
Gehen Sie die Seitentabelle im Bericht durch – sie zeigt Title, Description, Überschriften und Canonical jeder Seite. Achten Sie auf:
- doppelte Titles und Descriptions – „Katalog | Shop“ auf allen Kategorien;
- Titles über 60–65 Zeichen, die in den Ergebnissen abgeschnitten werden;
- leere oder fehlende Descriptions, die das Snippet dem Zufall überlassen;
- zwei H1 auf einer Seite oder gar keine.
Wie Meta-Tags aussehen, die geklickt werden, lesen Sie im Beitrag zu Title und Description.
Minute 8–10: Die Sitemap
Öffnen Sie /sitemap.xml. Eine gute Sitemap ist valides XML mit ausschließlich kanonischen URLs, die 200 liefern – kein Staging, keine Sortierparameter. Der Bericht markiert zusätzlich kanonische Adressen, die in der Sitemap fehlen: Eine Seite will unter einer Adresse indexiert werden, die die Sitemap nicht kennt.
Minute 10–12: Ladezeit und Mobilversion
Prüfen Sie den Block PageSpeed Insights: Ergebnisse für Mobil und Desktop sowie die Core Web Vitals. Die Schwellen von Google: LCP ≤ 2,5 s, CLS ≤ 0,1, INP ≤ 200 ms. Liegen Felddaten echter Nutzer (CrUX) vor, zählen sie mehr als der Labortest, der einen Besuch nur simuliert. Danach das Layout auf dem Smartphone: Viewport, horizontales Scrollen, Größe der Bedienelemente – siehe mobile Nutzbarkeit.
Minute 12–14: Auszeichnung und Sprachen
Fügen Sie die URL eines Produkts oder Artikels in den Schema.org-Validator oder den Rich Results Test ein: Sind Product, Article, BreadcrumbList und Organization vorhanden und fehlerfrei? Mehr dazu im Beitrag über strukturierte Daten. Bei mehrsprachigen Websites ergänzt der Bericht den Block „Sprachversionen“: gegenseitige hreflang-Verweise, x-default, passende Sprachcodes und Canonicals.
Minute 14–15: Defekte Links und Aufgabenliste
Zum Schluss die internen Links: wie viele geprüft wurden und wie viele defekt sind. Jeder Link auf eine 404 verschenkt Linkkraft und führt Crawler in die Sackgasse; wie man sie findet und behebt, steht im Leitfaden zu defekten Links. Notieren Sie die Befunde nach Gewicht: Indexierung, dann Canonicals und Duplikate, Sitemap, Ladezeit, Auszeichnung.
Wie es weitergeht
Ein 15-Minuten-SEO-Check fängt die Notfälle ab, ersetzt aber nicht die Arbeit an den Rankingfaktoren. Ist das Feuer gelöscht, folgt eine systematische SEO-Analyse der Website. Statt die Liste abzutippen, klicken Sie im SiteScan-Bericht auf „Aufgabenliste kopieren“ – kritische, hohe und mittlere Befunde werden zur Aufgabenliste für die Entwicklung. Nach den Korrekturen zeigt ein erneuter Scan, was wirklich verschwunden ist.
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