Tote Formulare: warum Anfragen nicht ankommen und wie man es merkt
Sieben Stellen, an denen der Formularversand bricht, eine Prüf-Checkliste und was in Testanfragen gehört.
Formulare · Veröffentlicht: 9. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit · Ольга Мирошник
Das Formular ist der teuerste Teil einer Website: Darüber kommen Anfragen, Registrierungen und Bestellungen. Und der zerbrechlichste: Es hängt gleichzeitig an Frontend, Backend, Mail, Spamschutz und CRM. Bricht ein Glied, sieht der Nutzer „Danke!" — und Sie sehen nichts.
Wo die Kette reißt
- Validierung. Die E-Mail-Regex lässt keine Adresse mit Plus oder die Domain
.digitaldurch. Der Nutzer versteht das Problem nicht und geht. - Button. Der Handler wurde wegen eines JS-Fehlers weiter oben nie registriert — das Formular sendet überhaupt nicht.
- Request. CORS, abgelaufenes CSRF-Token, 500 im Backend. Das Frontend meldet Erfolg, weil es den Statuscode nicht prüft.
- Spamschutz. Das Captcha lädt in manchen Regionen nicht, der Honeypot fängt echte Nutzer mit Autofill.
- Mail. SPF/DKIM fehlen — die Nachricht landet im Spam oder kommt zurück.
- CRM. Der Webhook ist vor einem Monat ausgefallen, ohne Retries verschwinden Anfragen lautlos.
- Analytics. Das Conversion-Event feuert nicht, und der Einbruch fällt niemandem auf.
Prüf-Checkliste
- Absenden mit leeren Feldern: verständliche Meldung, Fokus springt auf das erste fehlerhafte Feld.
- Absenden mit gültigen Daten: Es kommen Mail und CRM-Eintrag. Beide Kanäle prüfen, nicht nur einen.
- Randfälle: Adresse mit Plus, Domain in Nicht-ASCII, Telefonnummer mit Leerzeichen und Klammern, einbuchstabiger Name.
- Doppelklick auf den Button: Es entstehen keine zwei Anfragen.
- Absenden ohne JavaScript oder bei Skriptfehler: Gibt es eine Degradation?
- Mobil: Verdeckt die Tastatur den Button, stimmen
inputmodeundautocomplete? - Barrierefreiheit: Jedes Feld hat ein
<label>, Fehler sind überaria-describedbyverknüpft, der Fehlerzustand wird nicht nur über Farbe transportiert.
Testanfragen, die nicht stören
Kennzeichnen Sie synthetische Sendungen so, dass sie sich im CRM filtern und aus Analytics ausschließen lassen: ein eigener Adressraum wie qa+2026-08@, ein technisches Feld source: monitoring, eine feste Zeichenkette im Kommentar. Sonst telefoniert der Vertrieb in einem halben Jahr Robotern hinterher.
Monitoring statt Einmalprüfung
Eine manuelle Prüfung findet Probleme im Moment der Prüfung. Die echten Ausfälle passieren dazwischen — nach einem Plugin-Update, einer Token-Rotation oder einem Wechsel des Mailanbieters. Sinnvoll: einmal täglich die wichtigsten Formulare automatisch ausfüllen, Statuscode, Mailzustellung und CRM-Eintrag prüfen und bei Abweichung alarmieren.
Beobachten Sie zusätzlich die Anzahl der Anfragen pro Tag: Ein plötzlicher Sturz auf null ist das zuverlässigste Zeichen für ein totes Formular — auch wenn es technisch mit 200 antwortet.
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