Kostenlose Website-Analyse: was gratis geht und wo die Grenzen liegen
Eine kostenlose Website-Analyse leistet viel: DevTools, Search Console, PageSpeed, Terminal und Scanner. Was sie sehen, wo Grenzen sind, wann Zahlen lohnt.
SEO · Veröffentlicht: 10. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit · Дмитрий Орлов
„Kostenlos“ klingt meist nach „oberflächlich“ – dabei lässt sich ein erstaunlich großer Teil der Website-Analyse ohne einen Cent erledigen. Browser bringen professionelle Werkzeuge mit, Suchmaschinen geben Daten über Ihre eigene Website heraus, und ein Terminal beantwortet in Sekunden Fragen, für die ein Berater eine Stunde abrechnen würde. Der Haken liegt nicht in der Qualität der Gratis-Tools, sondern darin, dass jedes nur einen Ausschnitt sieht – und keines die Website für Sie im Blick behält. Was eine kostenlose Website-Analyse abdeckt, mit welchen Werkzeugen, und ab wann sich Bezahlen lohnt.
1. Der Browser: DevTools und Lighthouse
Jeder Chromium-Browser und Firefox haben Entwicklerwerkzeuge an Bord. In zehn Minuten sehen Sie auf einer Seite:
- Console – JavaScript-Fehler und fehlgeschlagene Anfragen; warum das zählt, steht im Beitrag zu Konsolenfehlern;
- Network – Statuscodes, Weiterleitungen, Dateigrößen, Kompression und Caching;
- Lighthouse – ein Labortest zu Performance, Barrierefreiheit, SEO und Best Practices.
Die Grenze: eine Seite, auf Ihrem Rechner, in Ihrem Netz. Zehn Templates bedeuten zehn manuelle Durchläufe.
2. Die Konsolen der Suchmaschinen
Die Google Search Console ist kostenlos und unersetzlich: Nur sie zeigt, welche Seiten tatsächlich im Index sind, bei welchen Suchanfragen Impressionen entstehen und worüber der Crawler gestolpert ist. Die Grenzen: Sie müssen die Inhaberschaft nachweisen, die Daten kommen mit Tagen Verzögerung und beschreiben die Vergangenheit – eine kaputte robots.txt sehen Sie dort erst, wenn der Traffic schon eingebrochen ist.
3. Ladezeit: PageSpeed Insights und CrUX
PageSpeed Insights kombiniert einen Lighthouse-Labortest mit Felddaten aus dem Chrome UX Report – also dem, was echte Besucher in 28 Tagen erlebt haben. Die Schwellen: LCP ≤ 2,5 s, CLS ≤ 0,1, INP ≤ 200 ms (Hintergründe im Leitfaden zu Core Web Vitals). Die Grenzen: Felddaten gibt es nur bei ausreichend Traffic, und geprüft wird immer eine URL.
4. Die Kommandozeile
Drei Befehle decken einen guten Teil der technischen Ebene ab:
curl -sI https://example.com/
openssl s_client -connect example.com:443 -servername example.com </dev/null 2>/dev/null | openssl x509 -noout -enddate
dig +short TXT _dmarc.example.com
Header und Weiterleitungen, Ablaufdatum des Zertifikats, E-Mail-Authentifizierung – in Sekunden. Die Grenze: Man muss wissen, was man fragt und wie man die Antwort liest.
5. Online-Scanner
Ein Scanner bündelt all das: Er geht mehrere Seiten durch, liest Konventionsdateien, prüft Header, DNS, Zertifikat und Links und fasst alles in einem Bericht mit Schweregraden zusammen. So bekommen Sie am schnellsten das Gesamtbild – und der kostenlose Scan von SiteScan kommt ohne Registrierung aus. Was er prüft, steht auf der Produktseite; in den aktuellen öffentlichen Berichten sehen Sie vorab, wie ein echtes Ergebnis aussieht. Ist eine Berichtszeile unklar, erklärt das Hilfe-Center jede Prüfung, etwa wie der Performance-Wert zustande kommt.
Wo kostenlos aufhört
Eine Gratis-Analyse ist eine Momentaufnahme, und Momentaufnahmen haben vorhersehbare blinde Flecken:
- Umfang. Ein kostenloser Scan liest eine begrenzte Zahl von Seiten. In einem Shop mit 5.000 Produkten fällt ein Fehler in einem seltenen Template womöglich nicht in die Stichprobe.
- Zeit. Eine einmalige Prüfung sagt nichts über morgen. Ein Zertifikat, das in 12 Tagen abläuft, sieht heute einwandfrei aus.
- Tiefe. Formulare tatsächlich auszufüllen oder ausnahmslos alle Links zu prüfen, kostet mehr Aufwand als ein schneller Durchgang.
- Zugang. Alles hinter einem Login und Websites hinter aggressivem Bot-Schutz bleiben jedem externen Scanner verschlossen.
Dieselbe Grenze speziell für SEO behandeln wir im Beitrag zum kostenlosen SEO-Audit.
Wann sich Bezahlen lohnt
Bezahlen lohnt sich, wenn ein übersehenes Problem mehr kostet als die Prüfung: ein großer Katalog, eine Agentur mit Kundenberichten, eine Website, deren Geschäft über Formulare läuft, oder ein Team, das Regressionen vor den Kunden bemerken will. SiteScan verkauft Credits statt Abos; die Audit-Typen auf der Preisseite unterscheiden sich in der Seitenzahl und ergänzen KI-Formulartests, eine vollständige Linkprüfung und PDF-Export. Regelmäßige Prüfungen mit Benachrichtigung beschreibt der Beitrag zur automatischen Website-Prüfung.
Ein Gratis-Plan, der funktioniert
- Starten Sie einen kostenlosen Scan und beheben Sie alles Kritische und Hohe.
- Richten Sie die Search Console ein – sie kostet nichts und zeigt, was kein Scanner sieht.
- Prüfen Sie die drei wichtigsten Templates in PageSpeed Insights.
- Wiederholen Sie den Scan nach jedem Release und vergleichen Sie: Der Bericht zeigt, was behoben und was neu ist.
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